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Presseerklärung

Bauvorhaben Stuttgarter Platz

Anwohner und Gewerbetreibende fordern:

Stop!

Kontakt: Nadia Rouhani, Fon: 030/32703720, Fax: 030/32703721; mobil: 0172/7833949
 
Gegen das Bauvorhaben am Stuttgarter Platz in Berlin Charlottenburg macht die Bürgerinitiative "Stuttgarter Platz 2000" mobil. Nadia Rouhani, parteilose Direktkandidatin zu den Abgeordnetenhauswahlen am 10. Oktober im Charlottenburger Wahlkreis 4, zu dem auch der Stuttgarter Platz zählt, sorgt dafür, daß der Protest jetzt mit einem konkreten Alternativvorschlag ergänzt wird:

In einem offenen Brief an die Charlottenburger Bürgermeisterin Monika Wissel (SPD) fordern die Initiative und die mehr als 1.000 Unterzeichner aus dem Kiez u.a.:

1. die vom Investor Trigon GmbH "aus kommerziellen Gründen" in Aussicht genommene Ausweitung des Projektes zu einer "Zement- und Betonwüste" zu stoppen

denn, so Nadia Rouhani:

Die Planung geht am Bedarf vorbei

"Wir sind eine Gesellschaft, die zunehmend älter wird, die über mehr Freizeit, aber nicht notwendigerweise über mehr Einkommen verfügt. Immer weitere Einkaufszentren mit ihrem gesichtslosen, austauschbaren Warenangebot sind nicht das, was wir zum Leben brauchen. Einkaufen wollen wir in unseren Wohnstraßen, d.h. in der Leonhardt-, Windscheid oder Mommsenstraße. Weitergehenden Bedarf deckt die Wilmersdorfer Straße ab. Und dort soll bereits das "Atrium" neu entstehen, eine Einkaufspassage mit zusätzlichen 20.000 qm Handelsfläche."

Bürgerinteressen gehen vor Investoreninteressen

"Gerade in einem hochverdichteten Innenstadtbezirk wie Charlottenburg schätzen wir erreichbare Park- und Grünanlagen sowie die kleinen Geschäfte um die Ecke". 


2. die Errichtung eines 19-geschössigen Hotelbaus über dem Bahnhofsgebäude zu untersagen

denn, so Nadia Rouhani:

"eine derartige Bebauung bedeutet, daß anstelle des im Bauvorhaben des Investors genannten Marktplatzes in Wirklichkeit eine weitere schattige Straßenschlucht entsteht." 


3. den Investor auf ein Verkehrskonzept zu verpflichten, das die unmittelbar angrenzenden Spielplätze und Wohnstraßen vor Abgasen, Lärm und Gefahr schützt

denn, so Nadia Rouhani:

"jede Erweiterung des Einzelhandels an dieser Stelle bedingt notwendig eine Erhöhung des Verkehrsaufkommens für Be- und Entladung, Müll, Entsorgung, Publikum und Beschäftigte."

Gemeinsam mit dem Institut für Stadt - und Regionalplanung der Technischen Universität erarbeitet die Bürgerinitiative "Stuttgarter Platz 2000" im kommenden Wintersemester einen Alternativvorschlag zur städtebaulichen Nutzung des Stuttgarter Platzes, 
denn, so Nadia Rouhani,

"Keine Frage: der Stuttgarter Platz soll schöner werden

was wir brauchen ist ein grüner Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität."


Für den morgigen Donnerstag, 16.09.1999, 16.30 Uhr hat die Bürgerinitiative das Bauvorhaben im Rahmen der Bürgerfragestunde auf die Tagesordnung gesetzt.

Eine Bürgerversammlung dazu findet am Donnerstag, 30.09.1999, 19.30 Uhr in der Lietzensee-Grundschule, Witzlebenstr., 14057 Charlottenburg, statt.
 
 

Bügerinitiative 
"Stuttgarter Platz 2000", 
gegründet am 09.06.1999

Städtebaulicher Realisierungswettbewerb, abgeschlossen im Nov. 1996, seitdem Verhandlungen mit Investoren

Pressespiegel

Berliner Morgenpost: 27.11.1996, 20.02.1999

Berliner Zeitung:

23.02.1999; 15.05.1999; 22.07.1999

Aktuelle Projekte der Trigon GmbH:

Forum Zehlendorf, Schönhauser Arkaden, Seniorenstift Prager Platz, Einkaufscenter Curtius-Straße

Zum geplanten Atrium:

Tagesspiegel: 03.09.1999
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Kontakt: Horst-Heinrich Weiß, Sprecher der Arbeits- und Interessengemeinschaft der Einzelhändler auf der Wilmersdorfrer Straße, 

tel: 31105205:

"Die Wilmersdorfer Straße kann zusäztlich ca. 10.000 qm Einzelhandelsfläche aufnehmen." Der Bezrik hat mit den beiden Bauvorhaben jetzt aber über 30.000 qm in Planung."

H.H. Weiß koordiniert auch das IHK-Projekt zur Aufwertung der Wilmersdorfer Straße.

Kontakt:

TU-Berlin, Institut für Stadt- und Regionalplanung, 

Dr. Ing. Ursula Flecken und

Dipl.-Ing. uwe Altrock

Tel.: 38006-206

BVV-Sitzung

Rathaus Charlottenburg
 
 
 
 

 

 

Berlin, 15.09.1999